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Ausbildung zum Apithera®-Praktiker

Die Ausbildung zum Apithera®-Praktiker vermittelt theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten rund um die Gewinnung, Verarbeitung, Qualität und verantwortungsvolle Verwendung von Bienenprodukten. Sie verbindet Grundlagen der Imkerei mit Aspekten der Hygiene, Qualitätssicherung, Beratung und rechtlichen Verantwortung.

Die ersten fünf Module bilden den verpflichtenden Kern der Ausbildung. Sie vermitteln die grundlegenden Kenntnisse, die für eine qualitätsorientierte und sichere Tätigkeit im Bereich der Apitherapie erforderlich sind. Weitere Module ermöglichen eine fachliche Vertiefung in einzelne Bienenprodukte, Herstellungsverfahren und besondere Anwendungsbereiche.

Die fünf Pflichtmodule

1. Apitherapie & Qualität

Das Modul vermittelt die Grundlagen der Qualitätssicherung in der Apitherapie. Die Teilnehmenden lernen, Bienenprodukte hinsichtlich ihrer Herkunft, Reinheit und Qualität zu beurteilen.

Behandelt werden insbesondere die sachgerechte Gewinnung, Verarbeitung, Lagerung und Anwendung von Bienenprodukten. Weitere Schwerpunkte sind Hygiene, Rückstandsvermeidung, rechtliche Anforderungen und Qualitätsmanagement. Das Modul schafft damit die Grundlage für eine sichere und verantwortungsvolle Verwendung apitherapeutischer Produkte.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

2. Apitherapie – Standplatz & Betriebsweise

Dieses Modul beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für die Gewinnung hochwertiger Bienenprodukte. Der Standort der Bienenvölker und die Art der imkerlichen Betriebsweise haben einen wesentlichen Einfluss auf die Reinheit, Qualität und Verfügbarkeit der Produkte.

Die Teilnehmenden lernen, geeignete Standorte für Bienenvölker auszuwählen und ihre Betriebsweise an apitherapeutischen Qualitätsanforderungen auszurichten. Im Mittelpunkt stehen Bienengesundheit, Nachhaltigkeit, Hygiene, Rückstandsminimierung und eine wesensgemäße Haltung der Bienenvölker.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

3. Apitherapie – Honig

Honig gehört zu den bekanntesten und am besten untersuchten Bienenprodukten. In diesem Modul erwerben die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse über seine Herkunft, Zusammensetzung und Qualitätsmerkmale.

Sie lernen verschiedene Honigarten und deren Eigenschaften kennen und beschäftigen sich mit traditionellen sowie wissenschaftlich untersuchten Anwendungsmöglichkeiten. Praktische Übungen fördern die Fähigkeit, Honig qualitätsorientiert auszuwählen und Anwenderinnen und Anwender fachgerecht zu beraten.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

4. Apitherapie – Imkerei & Recht

Die Arbeit mit Bienenprodukten erfordert neben fachlichen Kenntnissen auch ein Verständnis der geltenden rechtlichen Bestimmungen. Dieses Modul vermittelt die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen der Imkerei und der apitherapeutischen Tätigkeit.

Behandelt werden rechtliche Anforderungen an die Gewinnung, Verarbeitung, Kennzeichnung, Vermarktung und Bewerbung von Bienenprodukten. Die Teilnehmenden lernen ihre Rechte, Pflichten und beruflichen Grenzen kennen und entwickeln Sicherheit im verantwortungsvollen Umgang mit gesundheitsbezogenen Aussagen.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

5. Apitherapie – Bienengift

Bienengift, auch Apitoxin genannt, gehört zu den wirkungsvollsten, aber zugleich risikoreichsten Bienenprodukten. Seine Anwendung verlangt besondere fachliche Kenntnisse, eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung und umfassende Sicherheitsmaßnahmen.

Das Modul vermittelt Wissen über die biologische Entstehung, die Inhaltsstoffe und die Wirkmechanismen des Bienengiftes. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Allergien, Anaphylaxie, Notfallmanagement und der sicheren Durchführung bienengiftbezogener Anwendungen.

Dieses Modul richtet sich insbesondere an Ärztinnen und Ärzte, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, qualifizierte Apitherapie-Berater sowie Gesundheitsfachpersonen. Vorausgesetzt werden unter anderem Kenntnisse über Anatomie, Physiologie, Allergien, Notfallmanagement und die rechtlichen Grenzen der eigenen Berufsausübung.

Umfang: 24 Unterrichtseinheiten

Weitere Module

6. Apitherapie – Gelée Royale

Das Modul vermittelt Kenntnisse über die biologische Entstehung, die imkerliche Gewinnung und die Qualitätssicherung von Gelée Royale. Die Teilnehmenden erlernen außerdem Möglichkeiten der äußeren Anwendung in der Haut- und Körperpflege und stellen einfache Rezepturen her.

Umfang: 12 Unterrichtseinheiten

7. Apitherapie – Met & Honigessig

In diesem Modul lernen die Teilnehmenden die Herstellung, Qualitätsbeurteilung und Verwendung von Met und Honigessig kennen. Neben praktischen Herstellungsverfahren werden Hygiene, rechtliche Anforderungen und die Abgrenzung zwischen traditioneller Verwendung und wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt.

Umfang: 12 Unterrichtseinheiten

8. Apitherapie – Oxymel

Oxymel ist eine traditionelle Zubereitung aus Honig und Essig. Das Modul vermittelt geschichtliche Hintergründe, Herstellungsverfahren und verschiedene Rezepturen. Die Teilnehmenden lernen, hochwertige Zutaten auszuwählen und Oxymel hygienisch und qualitätsgesichert herzustellen.

Umfang: 8 Unterrichtseinheiten

9. Apitherapie – Kosmetik

Dieses Modul beschäftigt sich mit der Verwendung von Honig, Bienenwachs, Propolis, Gelée Royale und Pollen in der Naturkosmetik. Die Teilnehmenden erwerben Grundlagenwissen über Hautpflege und stellen kosmetische Produkte selbst her.

Weitere Themen sind Hygiene, Allergieprävention, Kennzeichnungspflichten und die rechtlichen Grenzen kosmetischer Werbeaussagen.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

10. Apitherapie – Propolis

Das Modul vermittelt Kenntnisse über Herkunft, Gewinnung, Zusammensetzung, Qualität und Verarbeitung von Propolis. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit traditionellen Anwendungsformen und dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand.

Praktische Übungen ermöglichen die Herstellung ausgewählter Propolisprodukte und fördern die Kompetenz zur verantwortungsvollen Beratung.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

11. Apitherapie – Pollen & Perga

In diesem Modul werden Blütenpollen und Perga, das fermentierte Bienenbrot, behandelt. Die Teilnehmenden lernen die Unterschiede zwischen beiden Produkten sowie deren Gewinnung, Zusammensetzung, Verarbeitung und Qualitätsmerkmale kennen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf traditionellen Verwendungsmöglichkeiten und der wissenschaftlichen Bewertung der Produkte.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

12. Apitherapie – Stockluft

Das Modul vermittelt die theoretischen und technischen Grundlagen der Stockluftanwendung. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Systeme zur Gewinnung und Ableitung der Luft aus dem Bienenstock kennen.

Behandelt werden außerdem Qualitätsanforderungen, Hygiene, Sicherheit sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Stockluftanwendung.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

13. Apitherapie für Zuhause

Dieses Modul vermittelt alltagsnahes Wissen über die sichere Verwendung ausgewählter Bienenprodukte im häuslichen Umfeld. Dazu gehören insbesondere Honig, Propolis, Oxymel, Pollen und Gelée Royale.

Die Teilnehmenden stellen einfache Zubereitungen selbst her und lernen, Möglichkeiten und Grenzen der Selbstanwendung realistisch einzuschätzen. Qualität, Hygiene, Dosierung und Allergieprävention stehen dabei im Vordergrund.

Umfang: 12 Unterrichtseinheiten

14. Fermentation

Das Modul behandelt die biologischen und lebensmitteltechnologischen Grundlagen der Fermentation. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Fermentationsverfahren kennen und stellen ausgewählte fermentierte Produkte her.

Besonderes Augenmerk liegt auf Hygiene, Haltbarkeit, Qualitätsmanagement und sicherer Verarbeitung. Beispiele aus der Apitherapie sind Perga, Honigessig und fermentierte Honigzubereitungen.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

15. Therapeutisches Imkern

Therapeutisches Imkern verbindet die Arbeit mit Bienen mit pädagogischen, sozialen und gesundheitsfördernden Ansätzen. Die Teilnehmenden lernen, wie Tätigkeiten am Bienenstand unter anderem Achtsamkeit, Konzentration, Verantwortungsbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Naturverbundenheit fördern können.

Das Modul befähigt dazu, entsprechende Angebote zielgruppengerecht zu planen, sicher anzuleiten und zu reflektieren. Der Schutz der Teilnehmenden und der respektvolle Umgang mit den Bienenvölkern stehen gleichermaßen im Mittelpunkt.

Umfang: 24 Unterrichtseinheiten

16. Marketing & Öffentlichkeitsarbeit in der Apitherapie

Dieses Modul vermittelt Grundlagen für die professionelle Darstellung apitherapeutischer Angebote. Die Teilnehmenden lernen, Zielgruppen zu bestimmen, ihre Angebote zu positionieren und geeignete Kommunikationskanäle auszuwählen.

Darüber hinaus werden die rechtlichen Grenzen gesundheitsbezogener Werbung sowie die ethische Verantwortung bei der Kommunikation über Bienenprodukte behandelt.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

17. Apitherapie – Bienenwachs

Das Modul vermittelt Kenntnisse über die Entstehung, Gewinnung, Reinigung und Qualität von Bienenwachs. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wachskreislauf, der Wachshygiene und möglichen Rückständen.

Die Teilnehmenden lernen, Bienenwachs zu pflegenden und apitherapeutischen Produkten zu verarbeiten und Anwenderinnen und Anwender verantwortungsvoll zu beraten.

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten

Zusammenfassung

Die fünf Pflichtmodule schaffen eine gemeinsame fachliche Grundlage in den Bereichen Qualität, Bienenhaltung, Honig, Recht und Bienengift. Sie sollen gewährleisten, dass Apitherapie-Praktiker Bienenprodukte qualitätsbewusst, sicher und innerhalb ihrer rechtlichen Befugnisse verwenden oder dazu beraten können.

Die weiteren Module ermöglichen eine individuelle Spezialisierung. Sie vertiefen das Wissen über einzelne Bienenprodukte, praktische Herstellungsverfahren, häusliche Anwendungen, therapeutisches Imkern sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt verbindet die Ausbildung traditionelles Wissen mit praktischer Produktverarbeitung, wissenschaftlicher Einordnung, Qualitätsmanagement und einem hohen Sicherheitsbewusstsein.

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