Zum glykämischen Index von deutschen Honigsorten

Aloys Berg, Daniel König, Freiburg
Ernährungs Umschau 12/08

Das Konzept des glykämischen Index hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index wirken sich günstig auf den postprandialen Insulinanstieg im Blut aus. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob Honig als natürliches Süßungsmittel mit hohem Fruktoseanteil einen für die Nahrungsmittelauswahl bedeutsam niedrigeren glykämischen Index hat als Glukose. Dazu wurden acht deutsche Honigsorten (DIB-Produkte) im Hinblick auf ihre Wirkung auf die Glukose- und Insulinantwort bei gesunden, erwachsenen Probanden getestet.

Besonders interessant war dabei die Erkenntniss, dass der Insulinanstieg bei den Honigen deutlich unter dem in Bezug auf den Blutzuckeranstieg zu erwartenden Ausmaß zurückblieb. In ihrer Gesamtheit dokumentieren die Ergebnisse günstige glykämische und insulinämische Eigenschaften für die meisten der untersuchten Honigsorten. Es ist anzunehmen, dass die beschriebenen günstigen Stoffwechseleigenschaft von Blütenhonig mitverantwortlich sind für die in letzter Zeit vermehrt publizierten Gesundheitsvorteile bei Honigverzehr, besonders in Bezug auf Verdauungsfunktionen sowie die Insulin- und Blutzuckerregulation.

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